Woher diese Lose in Deutschland kommen
Die Möbel und Objekte dieser Kategorie stammen aus sehr unterschiedlichen Quellen. Behörden und insolvente Unternehmen verkaufen ihre Büromöbel bei Liquidationen oder Insolvenzen. Private Auktionshäuser bieten antike und Designermöbel sowie Modeartikel und beschlagnahmte Taschen an. Liquidationsplattformen verkaufen ganze Bestände, teils neu in Originalverpackung. Zoll-Auktion, die Plattform des Zolls und der Kommunen, versteigert beschlagnahmte Gegenstände und ausgemustertes Material ohne Käuferaufgeld. Justiz-Auktion, getragen von Gerichtsvollziehern und Gerichten, bietet ebenfalls beschlagnahmte Güter ohne Käuferaufgeld. Die VEBEG, eine Bundesgesellschaft, verkauft Material der Verwaltung und der Armee, oft im Ausschreibungsverfahren. Diese Versteigerungen sind verstreut und außerhalb Deutschlands wenig bekannt, weshalb viele Lose ohne ein einziges Gebot enden.
Wie Sie aus Frankreich bieten
Bidorado ist eine kostenlose Suchmaschine: Sie verkauft nichts. Sie finden ein Los und bieten dann auf der offiziellen Website des Verkäufers nach dessen Regeln. Erstellen Sie ein Konto beim Verkäufer, lesen Sie seine Bedingungen und prüfen Sie Zahlungs- und Versandmodalitäten. Bei privaten Verkäufern liegt das Käuferaufgeld in der Regel zwischen 15 und 20 % bei Liquidatoren und Industrieplattformen und oft zwischen 25 und 33 % bei Kunstauktionshäusern. Die deutsche Mehrwertsteuer von 19 % kommt je nach Regelung hinzu: MwSt. zzgl., MwSt. inklusive oder Differenzbesteuerung. Ein EU-Unternehmen mit gültiger USt-IdNr. kann oft ohne deutsche MwSt. kaufen, wenn es einen Transportnachweis vorlegt, je nach Verkäufer. Eine Versteigerung bietet in der Regel weder Garantie noch Widerrufsrecht: Lesen Sie die Bedingungen jedes Verkäufers, bevor Sie bieten.
Der wahre Preis: Aufgeld, MwSt. und Transport
Der angezeigte Preis ist nicht immer der Endpreis. Bei privaten Verkäufern addieren Sie das Käuferaufgeld und die MwSt. gemäß der beim Los angegebenen Regelung. Bei Zoll-Auktion und Justiz-Auktion gibt es kein Käuferaufgeld, aber die MwSt. kann anfallen. Bei der VEBEG prüfen Sie die beim jeweiligen Los angegebene MwSt.-Regelung. Bei Möbeln wiegt der Transport oft mehr als das Objekt: Viele Lose sind vor Ort abzuholen, in Selbstabholung, und der Abbau kann zulasten des Käufers gehen, Abbau durch den Käufer. Manche Verkäufer versenden innerhalb Deutschlands oder der EU, vor allem kleine Objekte wie Mode, Taschen oder kleine Sportgeräte. Fragen Sie vor dem Bieten ein Versandangebot an. Von Deutschland in ein anderes EU-Land fallen keine Zölle an. Nur eine Lieferung außerhalb der EU, etwa in die Schweiz, nach Großbritannien oder Norwegen, führt zu Zöllen und Einfuhr-MwSt.
Abholung, Abbau und Transport
Möbel werden oft in Selbstabholung verkauft, das heißt, der Käufer holt sie ab. Planen Sie ein geeignetes Fahrzeug, Gurte, Decken und bei Bedarf einen Umzugsprofi ein. Bei sperrigen Möbeln bedeutet Abbau durch den Käufer, dass der Abbau Ihre Aufgabe ist: Bringen Sie das nötige Werkzeug mit und prüfen Sie Zugang, Etagen und Türbreiten. Kleine Objekte wie Modeartikel, Taschen oder kleine Sportgeräte werden manchmal vom Verkäufer versandt, innerhalb Deutschlands oder der EU. Fragen Sie immer nach Kosten und Frist vor dem Ende der Auktion. Wenn der Verkäufer nicht versendet, können Sie einen Transporteur oder einen Bekannten vor Ort beauftragen. Beachten Sie die vom Verkäufer gesetzten Abholfristen: Bei Verzug können Lagerkosten anfallen. Lassen Sie ein Los nicht ohne Transportlösung.
Papiere und Formalitäten
Zum Bieten müssen Sie in der Regel ein Konto beim Verkäufer anlegen und dessen Bedingungen akzeptieren. Für einen gewerblichen Kauf ohne deutsche MwSt. werden je nach Verkäufer oft eine gültige USt-IdNr. und ein Transportnachweis, die Gelangensbestätigung, verlangt. Bewahren Sie die Rechnung und die Transportdokumente auf: Sie belegen die Ausfuhr und die angewandte MwSt.-Regelung. Für eine Lieferung außerhalb der EU bereiten Sie die Zollpapiere vor und rechnen Sie mit Zöllen und Einfuhr-MwSt. Bei Mode und Markentaschen prüfen Sie die vom Verkäufer angegebene Echtheit und lesen Sie die Beschreibung sorgfältig. Eine Versteigerung bietet in der Regel weder Garantie noch Widerrufsrecht wie ein klassischer Onlinekauf. Lesen Sie die Bedingungen jedes Verkäufers und stellen Sie Ihre Fragen vor dem Ende der Auktion. Im Zweifel fordern Sie zusätzliche Fotos oder eine schriftliche Klarstellung an.
Fallstricke vermeiden
Lesen Sie die deutsche Beschreibung aufmerksam: Gebrauchsspuren bedeutet Nutzungsspuren, Kratzer bedeutet Kratzer, unvollständig bedeutet unvollständig. Diese Angaben sind nicht belanglos und erklären oft den niedrigen Preis. Prüfen Sie, ob das Los in Selbstabholung verkauft wird und ob Abbau durch den Käufer gilt: Die Kosten für Transport und Abbau können den Möbelpreis übersteigen. Bei Mode und Markentaschen verlassen Sie sich nicht nur auf das Foto: Prüfen Sie die vom Verkäufer angegebene Echtheit. Bei privaten Verkäufern addieren Sie Käuferaufgeld und MwSt. vor dem Bieten und prüfen Sie die MwSt.-Regelung bei jedem Los. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Objekt versandt wird: Viele Lose sind vor Ort abzuholen. Schließlich bietet eine Versteigerung in der Regel weder Garantie noch Widerrufsrecht: Lesen Sie die Bedingungen jedes Verkäufers und stellen Sie Ihre Fragen vor dem Ende der Auktion.