Herkunft und Art der Lose
Die angebotenen Tafeln stammen von deutschen Kunstauktionshäusern, aus Katalogauktionen im Saal mit Live-Internetgeboten und aus zeitlich begrenzten Online-Auktionen. Es finden sich auch Lose aus Beschlagnahmungen, insbesondere bei Justiz-Auktion, wo beschlagnahmte Schmuckstücke und Gegenstände ebenfalls versteigert werden. Die Beschreibungen nennen in der Regel den Künstler, die Technik, die Maße, den Zustand und eine veröffentlichte Schätzung, den Schätzpreis. Diese Schätzung ist kein Verkaufspreis: Sie dient als Orientierung. Lesen Sie die deutsche Beschreibung, denn sie enthält die entscheidenden Angaben zu Zustand, Restaurierungen, Fehlstellen oder zweifelhaften Signaturen.
Prüfpunkte vor dem Bieten
Prüfen Sie zunächst die Zuschreibung: Ein Künstlername mit Zusätzen wie „zugeschrieben“ oder „Umkreis“ weist auf eine unsichere Zuschreibung hin. Kontrollieren Sie die Technik, die Maße mit und ohne Rahmen und den tatsächlichen Zustand anhand der Fotos. Bei privaten Auktionshäusern kommen Aufgeld hinzu, oft 25 bis 33 %, zuzüglich der deutschen Mehrwertsteuer von 19 % je nach Regelung, TVA en sus, TVA incluse oder Differenzbesteuerung. Das Folgerecht kann bei bestimmten Werken lebender oder zeitgenössischer Künstler gelten. Ein Kaufauftrag ist möglich, wenn Sie die Versteigerung nicht verfolgen.
Abholung, Lieferung und Ausfuhr
Viele Lose sind vor Ort abzuholen, Vermerk „nur Abholung“. Manche Verkäufer versenden innerhalb Deutschlands oder der EU. Bei einem Gemälde zählt der Transport: Format, Rahmen, Glas, Empfindlichkeit der Malschicht. Ein spezialisierter Spediteur oder eine Relaisadresse in Deutschland ermöglicht es, ein Los zu sich zu holen. Für bestimmte wertvolle Kulturgüter kann außerhalb der EU eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich sein. Ein EU-Gewerbetreibender mit gültiger USt-IdNr. kann oft ohne deutsche Mehrwertsteuer kaufen, wenn er einen Transportnachweis vorlegt, je nach Verkäufer.